Die Ausgangslage verstehen
Projektformat · 4–8 Wochen · Auf Anfrage
Was passiert, wenn Organisationen ihre eigene Umwelt nicht mehr verstehen?
Organisationen handeln auf Basis interner Annahmen über ihre Umwelt – über Kunden, Märkte, Wettbewerber, Trends. Doch diese Annahmen altern. Was einmal stimmte, stimmt vielleicht nicht mehr. Was alle im Haus für wahr halten, ist vielleicht nur eine Geschichte, die lange genug erzählt wurde.
Eine Erkundung macht sichtbar, was draußen tatsächlich passiert. Nicht durch Umfragen oder Marktberichte, sondern durch systematische Gespräche mit den Menschen, die es betrifft. Das Ergebnis ist kein Bericht, der in der Schublade verschwindet – sondern ein klares Bild der Ausgangslage, auf dem sich handeln lässt.
Was eine Erkundung leistet
Klarheit über die Ausgangslage
Bevor Lösungen entwickelt werden, muss die Situation verstanden sein. Wir kartieren das Feld: Wer sind die relevanten Akteure? Welche Dynamiken wirken? Welche Annahmen treffen wir – und welche davon sind geprüft?
Stimmen von außerhalb
Durch 20–30 strukturierte Gespräche mit Kunden, Partnern, Experten oder anderen relevanten Akteuren bringen wir die Außenwelt in die Organisation. Keine Fragebögen, keine Datenaggregation – echte Gespräche, die Unerwartetes zulassen.
Muster statt Meinungen
Wir synthetisieren, was wir hören. Was kommt immer wieder? Wo stimmen Innen- und Außensicht überein – und wo weichen sie voneinander ab? Die Muster zeigen, wo die Organisation richtig liegt und wo sie sich etwas vormacht.
Handlungsfähige Hypothesen
Das Ergebnis ist keine 200-Seiten-Studie. Es sind klare, überprüfbare Hypothesen über die Ausgangslage – formuliert so, dass die Organisation darauf handeln kann. Nicht mehr Wissen, sondern besseres.
Wie eine Erkundung abläuft
Was wollen wir eigentlich wissen?
Raus aus dem Gebäude
Was haben wir gefunden?
“Alles, was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt.”
— Humberto Maturana
Wann ist eine Erkundung das Richtige?
Eine Erkundung ist NICHT geeignet, wenn die Antwort bereits feststeht und nur bestätigt werden soll. Wir arbeiten ergebnisoffen.
Was brauchen wir von Ihnen?
„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“
— Paul Watzlawick
Praktische Informationen
Wie es weitergeht
Nach der Erkundung hat Ihre Organisation eine klare Basis für die nächsten Schritte. Das kann ein Sprint sein – schnell und fokussiert an einer konkreten Frage arbeiten. Oder eine Analyse – tiefe Untersuchung einer spezifischen Fragestellung.
Die Erkundung schreibt den nächsten Schritt nicht vor. Sie ermöglicht ihn.
Weiter zum Sprint Alle Formate im ÜberblickPasst eine Erkundung zu Ihrer Situation?
Das finden wir am besten in einem Gespräch heraus.
In 30 Minuten klären wir, ob eine Erkundung das richtige Format für Ihre Fragestellung ist – und wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte.
Gespräch vereinbaren (30 min)Oder schreiben Sie direkt: falk@vorfeld.studio
Wer die Erkundung leitet
Falk Engelmann
Denkt in Systemen, arbeitet mit Menschen. Seit über 18 Jahren begleitet er Teams und Organisationen dabei, ihre eigenen Muster zu verstehen – und dort anzusetzen, wo Veränderung tatsächlich möglich ist.
Fragen zum Projektformat?
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Diskursive Exploration
Keine Umfragen, kein Data-Mining. Strukturierte Gespräche, die Unerwartetes zulassen. Die Methode setzt auf echten Dialog: Zuhören, Nachfragen, Verstehen – nicht Abfragen und Aggregieren.
De-Generalisierung
Von „unsere Kunden wollen…“ zu konkreten Beobachtungen in konkreten Situationen. Generalisierungen sind bequem, aber sie verdecken die Wirklichkeit. Eine Erkundung macht die Unterschiede sichtbar.
Grenzstellen
Die Menschen an der Grenze zwischen Organisation und Umwelt – Vertrieb, Kundenservice, Einkauf – tragen Wissen, das selten bei Entscheidungsträgern ankommt. Eine Erkundung aktiviert dieses Wissen.
Mythen, Dogmen, Fiktionen
Jede Organisation erzählt sich Geschichten über ihre Umwelt. Manche stimmen, manche stimmten einmal, manche stimmten nie. Eine Erkundung unterscheidet geprüftes Wissen von internen Erzählungen.
Innenwelt der Außenwelt
Organisationen reagieren nicht auf den Markt. Sie reagieren auf ihr internes Bild davon. Wenn dieses Bild veraltet oder verzerrt ist, scheitern auch gut gemeinte Strategien – nicht an der Umsetzung, sondern an der Grundlage.
Binnenorientierung
Organisationen, die vor allem mit sich selbst sprechen, verlieren den Kontakt nach außen. Interne Logiken werden für Marktlogiken gehalten. Eine Erkundung durchbricht dieses Muster systematisch.