Titelbild: Die Ausgangslage verstehen

Die Ausgangslage verstehen

Projektformat · 4–8 Wochen · Auf Anfrage

Was passiert, wenn Organisationen ihre eigene Umwelt nicht mehr verstehen?

Organisationen handeln auf Basis interner Annahmen über ihre Umwelt – über Kunden, Märkte, Wettbewerber, Trends. Doch diese Annahmen altern. Was einmal stimmte, stimmt vielleicht nicht mehr. Was alle im Haus für wahr halten, ist vielleicht nur eine Geschichte, die lange genug erzählt wurde.

Eine Erkundung macht sichtbar, was draußen tatsächlich passiert. Nicht durch Umfragen oder Marktberichte, sondern durch systematische Gespräche mit den Menschen, die es betrifft. Das Ergebnis ist kein Bericht, der in der Schublade verschwindet – sondern ein klares Bild der Ausgangslage, auf dem sich handeln lässt.

Was eine Erkundung leistet

01

Klarheit über die Ausgangslage

Bevor Lösungen entwickelt werden, muss die Situation verstanden sein. Wir kartieren das Feld: Wer sind die relevanten Akteure? Welche Dynamiken wirken? Welche Annahmen treffen wir – und welche davon sind geprüft?

02

Stimmen von außerhalb

Durch 20–30 strukturierte Gespräche mit Kunden, Partnern, Experten oder anderen relevanten Akteuren bringen wir die Außenwelt in die Organisation. Keine Fragebögen, keine Datenaggregation – echte Gespräche, die Unerwartetes zulassen.

03

Muster statt Meinungen

Wir synthetisieren, was wir hören. Was kommt immer wieder? Wo stimmen Innen- und Außensicht überein – und wo weichen sie voneinander ab? Die Muster zeigen, wo die Organisation richtig liegt und wo sie sich etwas vormacht.

04

Handlungsfähige Hypothesen

Das Ergebnis ist keine 200-Seiten-Studie. Es sind klare, überprüfbare Hypothesen über die Ausgangslage – formuliert so, dass die Organisation darauf handeln kann. Nicht mehr Wissen, sondern besseres.

Wie eine Erkundung abläuft

Phase A

Was wollen wir eigentlich wissen?

1–2 Wochen
Kick-Off-Werkstatt (1 Tag): gemeinsam die Fragestellung schärfen
Akteure identifizieren: Mit wem müssen wir sprechen?
Gesprächsleitfaden entwickeln: Was wollen wir erfahren – und wie fragen wir?
Organisatorisches klären: Zugänge, Kontakte, Zeitplan
Phase B

Raus aus dem Gebäude

3–4 Wochen
20–30 diskursive Interviews mit relevanten Akteuren
Regelmäßige Rückspiegelung: Was hören wir? Was überrascht uns?
Zwischenergebnisse verdichten und den Leitfaden bei Bedarf anpassen
Peergroup-Reflexion: verschiedene Perspektiven auf die Befunde
Phase C

Was haben wir gefunden?

1–2 Wochen
Muster und Hypothesen formulieren: Was zeigen die Gespräche?
Ergebnisse gemeinsam mit dem Auftraggeber verdichten
Handlungsempfehlungen ableiten: Was folgt daraus?
Abschlusspräsentation und Übergabe
“Alles, was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt.”
— Humberto Maturana

Wann ist eine Erkundung das Richtige?

Ihre Marktposition hat sich verändert – aber Sie wissen nicht genau, wie
Es gibt viele interne Meinungen über Kunden und Markt, aber wenig systematisches Wissen
Sie planen eine strategische Initiative und wollen sie auf ein solides Fundament stellen
Bisherige Marktforschung liefert Zahlen, aber kein Verständnis
Hinweis

Eine Erkundung ist NICHT geeignet, wenn die Antwort bereits feststeht und nur bestätigt werden soll. Wir arbeiten ergebnisoffen.

Was brauchen wir von Ihnen?

Einen Ansprechpartner, der die Erkundung intern begleitet
Zugang zu relevanten Akteuren: Kundenlisten, Kontakte, Netzwerke
Bereitschaft, Ergebnisse ernst zu nehmen – auch wenn sie unbequem sind
4–8 Wochen Zeit für den gesamten Prozess
„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“
— Paul Watzlawick

Praktische Informationen

Dauer 4–8 Wochen (je nach Umfang und Fragestellung)
Umfang 20–30 diskursive Interviews plus Synthese
Format Projektbezogen, auf Anfrage
Sprache Deutsch (Englisch auf Anfrage)
Ergebnis Hypothesen-Dokument, Präsentation, optionaler Follow-Up-Werkstatt
Preis Auf Anfrage

Wie es weitergeht

Nach der Erkundung hat Ihre Organisation eine klare Basis für die nächsten Schritte. Das kann ein Sprint sein – schnell und fokussiert an einer konkreten Frage arbeiten. Oder eine Analyse – tiefe Untersuchung einer spezifischen Fragestellung.

Die Erkundung schreibt den nächsten Schritt nicht vor. Sie ermöglicht ihn.

Weiter zum Sprint Alle Formate im Überblick

Passt eine Erkundung zu Ihrer Situation?

Das finden wir am besten in einem Gespräch heraus.

In 30 Minuten klären wir, ob eine Erkundung das richtige Format für Ihre Fragestellung ist – und wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte.

Gespräch vereinbaren (30 min)

Oder schreiben Sie direkt: falk@vorfeld.studio

Wer die Erkundung leitet

Falk Engelmann

Denkt in Systemen, arbeitet mit Menschen. Seit über 18 Jahren begleitet er Teams und Organisationen dabei, ihre eigenen Muster zu verstehen – und dort anzusetzen, wo Veränderung tatsächlich möglich ist.

Fragen zum Projektformat?

falk@vorfeld.studio

Oder buchen Sie direkt ein 30-Minuten-Gespräch:

Gespräch vereinbaren (30 min)

Auch interessant:

Komplexität wirksam handhaben Organisation jenseits des Agilitätsdogmas

Konzeptionelle Grundlagen

Diskursive Exploration

Keine Umfragen, kein Data-Mining. Strukturierte Gespräche, die Unerwartetes zulassen. Die Methode setzt auf echten Dialog: Zuhören, Nachfragen, Verstehen – nicht Abfragen und Aggregieren.

De-Generalisierung

Von „unsere Kunden wollen…“ zu konkreten Beobachtungen in konkreten Situationen. Generalisierungen sind bequem, aber sie verdecken die Wirklichkeit. Eine Erkundung macht die Unterschiede sichtbar.

Grenzstellen

Die Menschen an der Grenze zwischen Organisation und Umwelt – Vertrieb, Kundenservice, Einkauf – tragen Wissen, das selten bei Entscheidungsträgern ankommt. Eine Erkundung aktiviert dieses Wissen.

Mythen, Dogmen, Fiktionen

Jede Organisation erzählt sich Geschichten über ihre Umwelt. Manche stimmen, manche stimmten einmal, manche stimmten nie. Eine Erkundung unterscheidet geprüftes Wissen von internen Erzählungen.

Innenwelt der Außenwelt

Organisationen reagieren nicht auf den Markt. Sie reagieren auf ihr internes Bild davon. Wenn dieses Bild veraltet oder verzerrt ist, scheitern auch gut gemeinte Strategien – nicht an der Umsetzung, sondern an der Grundlage.

Binnenorientierung

Organisationen, die vor allem mit sich selbst sprechen, verlieren den Kontakt nach außen. Interne Logiken werden für Marktlogiken gehalten. Eine Erkundung durchbricht dieses Muster systematisch.